Matzingen

Eibischwurzel

Eibisch

Botanische Bezeichnung

Echter Eibisch – Althaea officinalis L.

Familie

Malvengewächse (Malvaceae) 

Wissenswertes zur Pflanze

Der Eibisch ist in Asien heimisch und ist heute westwärts bis Südosteuropa, ostwärts durch Zentralasien bis China verbreitet, häufig auch als Gartenpflanze verwildert. Der Gattungsname Althaea leitet sich von griech. ‚altheeis’ (= heilkräftig) ab. Das Artepitheton officinalis lässt darauf schließen, dass es sich um eine alte Arzneipflanze handelt, denn die „Offizin“ ist der Verkaufsraum einer Apotheke und ‚officinalis’ bedeutet: in den Apotheken gebraucht.

Inhaltsstoffe der Droge

Eibischwurzel und Eibischblätter enthalten Schleimstoffe.

Anerkannte medizinische Anwendung

Das HMPC hat Eibischwurzel als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft (siehe „Traditionelle Anwendung“).ESCOP: trockener Reizhusten; Reizungen der Mund-, Rachen- und Magenschleimhaut.Kommission E: Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum und damit verbundener trockener Reizhusten; leichte Entzündungen der Magenschleimhaut.

Eibischblätter

Kommission E: Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum und damit verbundener trockener Reizhusten.Traditionelle AnwendungEibischwurzel wurde vom HMPC als traditionelles pflanzliches Arzneimittel (§ 39a AMG) eingestuft. Basierend auf langjähriger Erfahrung kann Eibischwurzel bei Schleimhaut­reizungen im Mund- und Rachenraum und damit verbundenem trockenem Reizhusten sowie zur Linderung von Magenbeschwerden eingesetzt werden.

Arzneiliche Drogenzubereitungen in Fertigarzneimitteln

geschnittene Eibischwurzel zur Teebereitungpulverisierte Droge in Tabletten

Trockenextrakte in löslichen Instant-Tees

Wässriger Auszug in Saft und Sirup

geschnittene Eibischblätter zur Teebereitung

Dosierung

Fertigarzneimittel: siehe Packungsbeilage;Teeaufguss: 3-mal täglich eine Tasse kalt bereiteten Eibischaufguss kalt trinken. Tagesdosis: Eibischwurzel: Kinder 3,0 bis 4,5 g, Jugendliche und Erwachsene 10 g; Eibischblätter: 5 g; sinnvoll ist eine Kombination mit anderen Drogen, z. B. Lindenblüten, Spitzwegerichkraut, Malvenblätter (Erkältungstee).Bereitung eines Teeaufgusses1 bis 2 Teelöffel (ca. 0,5 bis 3 g) geschnittene Eibischwurzel bzw. 1 Esslöffel (ca. 2 g) geschnittene Eibischblätter mit ca. 150 mL kaltem Wasser übergießen und unter gelegentlichem Umrühren 1 bis 2 Std. stehen lassen. Danach wird der Ansatz kurz zum Sieden erhitzt, wieder abgekühlt und dann durch ein Teesieb gegeben.

Hinweise

Diabetiker müssen bei Eibischsirup die Angabe des Zuckergehalts auf der Packung beachten.Für die Anwendung von Eibischwurzel während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen noch keine Untersuchungen zur Unbedenklichkeit vor. Von der Anwendung gegen Husten bei Kindern unter 3 Jahren ist abzuraten, weil diese Symptomatik in ärztliche Hände gehört. Für eine Behandlung von Magenbeschwerden bei Kindern unter 12 Jahren reichen die Erkenntnisse noch nicht aus.

Nebenwirkungen

Keine bekannt

Wechselwirkungen

Eibischwurzel soll ½ bis 1 Stunde vor der Einnahme von anderen Arzneimitteln eingenommen werden, da ansonsten die Aufnahme anderer Arzneimittel aus dem Magen-Darm-Trakt verzögert sein kann.