Matzingen

EichenrindeEiche

Eiche, Eichenrinde - Quercus robur

Botanik

Stammpflanze: 

Familie:

Buchengewächse (Fagaceae)

 

Vorkommen: Die Stieleiche ist die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Eichenart. Sie kommt in fast ganz Europa vor. Die Verbreitung der Stieleiche reicht in den Bayerischen Alpen bis auf 1000 m. Die Eichen wurden wegen ihres wertvollen Holzes und ihrer als Viehfutter nützlichen Früchte schon historisch gezielt gefördert.

Standort: 

lehmige Böden sind ideal, 

Besonderheit: 

In der pharmazeutischen oder medizinischen Sprache heißt die Eichenrinde Quercus cortex, deren Qualität im Europäischen Arzneibuch (Ph.Eur.) festgelegt wurde.

Phytotherapie

Verwendete Pflanzenteile: 

Verwendet wird die getrocknete Rinde frischer, junger Zweige der drei Eichenarten (Quercus cortex). Die Droge des Handels stammt aus verschiedenen ost- und südeuropäischen Ländern.

Sammelzeit: 

Rinde: März bis Mai, 

Inhalt-/Wirkstoffe: 

Gerbstoffe (Catechingerbstoffe). Sie enthält jedoch auch Flavonoide und Triperpene.

Anwendung bei: 



Das HMPC hat Eichenrinde als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft (siehe „Traditionelle Anwendung“).
Kommission. E: äußerlich bei entzündlichen Hauterkrankungen; innerlich bei unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen; außerdem zur lokalen Behandlung leichter Entzündungen im Mund- und Rachenbereich sowie im Genital- und Analbereich

Traditionelle Anwendung
Eichenrinde wurde vom HMPC als traditionelles pflanzliches Arzneimittel (§ 39a AMG) eingestuft. Basierend auf langjähriger Erfahrung kann Eichenrinde innerlich zur symptomatischen Behandlung leichter Durchfälle, äußerlich bei leichten Entzündungen der Haut und Schleimhaut angewendet werden. Eichenrinde dient auch zur Linderung von Jucken und Brennen bei Hämorrhoiden.

Anwendung als: 



geschnittene Eichenrinde als Tee
alkoholische Extrakte in Badezusätzen

Gegenanzeigen/Kontraindikationen:



Innere Anwendung: Keine bekannt.
Äussere Anwendung: Grossflächige Hautschäden.
Vollbäder: Vollbäder sind unabhängig von den jeweiligen wirksamen Bestandteilen nicht anzuwenden bei:

nässenden, grossflächigen Ekzemen und Hautverletzungen,
fieberhaften und infektiösen Erkrankungen,
Herzinsuffizienz Stadium III und IV (NYHA),
Hypertonie Stadium IV (WHO).

 

Energetische Wirkungen

Geschmack: 

Herb

Temperatur: 

Kühlend

Organbezug: Milz, Darm

 

Sonstiges

Wissenschaftliche Belege/ Erfahrungsberichte: 

Bock (Bock, Kreutterbuch, 1565, S. 405.) und Matthiolus (Matthiolus, New-Kreuterbuch, 1626, S. 63.)
v. Haller, Medicin. Lexicon, 1755, S. 1163.
Hecker, Pract. Arzneimittell., 1814, Bd. 1, S. 364.
Clarus, Handb. d. spec. Arzneimittell., 1860, S. 467.
Rademacher, Erfahrungsheillehre, 1851, Bd. I, S. 206
Kneipp, Das große Kneippbuch, München 1935

Element- Planeten- Säfte:  Erde, Jupiter, 

Der Melancholiker, Misstrauisch, rachsüchtig, aber auch genialer Wissenschaftler und Künstler, = Schwarze Galle der Milz

Qualität: kalt und trocken.  (Stier, Jungfrau, Steinbock) Erzengel Uriel


Anpflanzung/ Aussaat:XXX 

 

Wesen der Pflanze /Signatur: 

Standhaft, Wiederstandfähig, Langlebig, Kraftvoll, Stolz

Symbol für die Ewigkeit (ein Eichenleben überdauert 30 Generationen)

Sagenhaftes/Mythologie:



Die Eiche symbolisiert Weisheit und Wahrheit und im Volksglauben sagt man, dass man eine Eiche umarmen soll, wenn man eine Antwort auf eine Frage sucht. Im Traum wird man dann bald die Antwort erhalten. ​ Die Eiche ist der Baum des Orakels, denn es heißt, dass man im Eichenhain von Dodona einst Orakelsprüche aus dem Rauschen der Bäume vernehmen konnte.



Die Eiche symbolisiert aber auch Ausdauer und hohes Ansehen, sie steht für Leben, für Stärke und Loyalität.



Die Eiche war bei den Kelten und Germanen ein heiliger Baum und auch die Plätze an denen sie standen galten als heilig. Die Germanen weihten den Baum dem Gott Thor. Die Griechen weihten die Eiche dem Zeus. Auch für die Römer war die Eiche bedeutsam, denn sie banden aus ihren Blättern die corona civica, die sogenannte Bürgerkrone, eine hohe Auszeichnung für militärische Dienste.



In der deutschen Mythologie glaubte man, dass Höhlen und Löcher in den Bäumen die Tore zu einer anderen Welt seien, sie galten als sogenannte Elfentüren. Wer durch diese Löcher und Tunnel hindurchkriecht, der soll Heilung erfahren. Tatsächlich sagt der Volksglaube, dass es die Elfen lieben um Eichen zu tanzen. Der Eiche wurden magische Kräfte nachgesagt



Im keltischen Volksglauben trifft man auf Erzählungen, dass es Unglück bringt, Eichen zu fällen. So wurde die Familie des Earl of Winchelsea in der Grafschaft Kent nach der Fällung eines Eichenhains vom Unglück getroffen.



Im 18. Jahrhundert wurde die Eiche dann ein beliebtes Symbol für Wappenbäume.



Früher schmückte man die Häuser mit Eichenzweigen, da man glaubte, dass dies vor Blitzschlag schützt.

Alte Märchen berichten vom Tanz der Elfen um Eichenbäume – ein beliebter Ort zum Feiern und zur Freude für das kleine Volk.