Matzingen

***Massage-Therapien

Massagen sind sehr alte Heilmethoden und wurden schon im alten China, Ägypten sowie im antiken Griechenland und Rom angewandt. Sie wurden bis ins Mittelalter eingesetzt, verschwanden aber im 16. Jahrhundert aus der ärztlichen Behandlung. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Techniken zu unterschiedlichen Spezialmassagen weiter entwickelt.

***Wie wirksam ist die Massage-Therapie?
Die Wirksamkeit von Massagen ist bei verschiedenen Krankheitsbildern durch eine Reihe von Studien belegt. Dazu gehören z. B. Asthma bronchiale, Bluthochdruck, Darmerkrankungen und Rückenschmerzen. Wichtig ist eine mehrmalige (serielle) Anwendung.

***Besonderheiten
***Eine Massage kann unter Umständen leichter durchgeführt werden, wenn sie mit anderen naturheilkundlichen Verfahren kombiniert wird. So können Wärmeanwendungen (z. B. Rotlicht), heiße Packungen oder auch eine Kryotherapie Schmerzen lindern und die Muskulatur entspannen. Sauna, Dampfbäder oder medizinische Bäder sind dagegen vor einer Massage nicht zu empfehlen, da sie zwar die Haut stärker, die Muskulatur dagegen schwächer durchbluten.***

***Massagen dürfen nicht bei Patienten mit akut entzündeten Gelenken angewandt werden. Auch bei Entzündungen von Arterien oder Venen, Thrombosen, Blutungsneigung oder Infektionen wird von Massagen abgeraten.***

***Massagen sind ein wichtiger Bestandteil sowohl der physikalischen Therapie, der Schulmedizin als auch der klassischen Naturheilverfahren. Sie sind bei manchen Krankheitsbildern unentbehrlich. Massagen sollen die Körperfunktionen beleben, die Selbstheilungskräfte stärken und Muskelverspannungen lösen. Durch geeignete Massage-Techniken können Beschwerden der inneren Organe gelindert und Anspannung und Angst abgebaut werden. Außerdem steigern sie die örtliche Durchblutung und entstauen Venen und Lymphgefäße. Schließlich regulieren sie die Muskelspannung, lösen Narben und Gewebsverklebungen, verbessern den Stoffwechsel und Zelldruck in Haut und Bindegewebe und lindern Schmerzen.***

***Massagen werden in der Regel auf verstellbaren und wenig gepolsterten Massagebänken oder Behandlungsstühlen zusammen mit Lagerungshilfen durchgeführt. Zusätzliche Gleitmittel wie Massage-Öle werden nur bei sehr trockener Haut angewandt, bei feuchter Haut kann Massage-Puder verwendet werden.***

***Zu den klassischen Grifftechniken von Massage-Therapien gehören:

Knetung
S-förmige Knetbewegungen einer Muskelgruppe zur Körpermitte hin: Wirkt gegen Ermüdung, normalisiert Muskelspannung

Walkung
Grösser flächige Knetbewegung

Streichung
Leichte, großflächige Streichbewegungen über die Muskulatur von der Körpermitte weg oder kreisförmig: Entstaut Venen und Lymphsystem

Klopfung
Kurze Schlagbewegungen mit der Handkante, Hohlhand oder mit den Fingern: Steigert die Durchblutung

Schüttelung
Lockere Schüttelbewegungen der Arme, Beine, des Rumpfs oder einzelner Muskelgruppen: Entspannt, lockert und löst Verkrampfungen

Reibung
Je nach Druck flache oder tief eindringende schnelle Reibebewegungen: Erwärmt das Gewebe, löst Gewebsverklebungen

Klatschung
Kurze, schlagende Bewegung mit der flachen Hand

Zirkelung
Kleine, meist spiralförmige Bewegung über Verspannungen

Vibration
Langsame Zitterbewegung mit der flachen Hand: Entspannt die Muskulatur, mildert Magen-Darm-Beschwerden***

*** Quelle/Kopie: Internisten im Netz